Apr 282022
 

Warum in die Ferne schweifen, wenn der größte Arbeitgeber der Region nur einen Steinwurf entfernt ist?“

Unter diesem Motto absolvierte die Klassenstufe 7 der Freien Schule Boxberg /O.L. eine erlebnisreiche Betriebserkundung durch das Kraftwerk Boxberg/O.L., der Lausitz Energie Bergbau AG. Dabei stellte sich der Fußmarsch zum Kraftwerk bereits als kleine Herausforderung, jedoch gutes Training dar. Nach einer kurzen Verschnaufpause vor Ort, nahm die Verantwortliche für Unternehmenskommunikation in Begleitung eines Unternehmenstechnologen die Klasse 7a & 7b in Empfang. Die Führung startete im Besucherzentrum, in welchem die Schüler einen ersten Einblick über die Entstehung sowie Weiterentwicklung bis hin zum aktuellen Kraftwerk Boxberg/O.L. erhielten. Dabei spielten jedoch nicht nur die technischen Elemente sowie Gebäude eine Rolle. Viel mehr Besprach man im Dialog mit den Schülern die Funktionsweise des Kraftwerks von der Kohle, bis hin zum Endprodukt, dem elektrischen Strom unseres Alltags.

      

Nachdem alle Schüler ihr Outfit dem Arbeitsschutz angepasst hatten, führte eine kurze Fahrstuhlfahrt direkt ins Herz des Kraftwerks, der Schaltwarte. An der Stelle, wo Prozesse zur Herstellung von bis zu 2575 Megawatt Strom gesteuert werden, standen nun 2 Boxberger Klassen und erhielten einen kurzen Exkurs über die hier arbeitenden Professionen, deren Verantwortung und Wichtigkeit. Nach einem Besuch einer der zahlreichen Generatoren, ging es für die Schüler dem Himmel ein Stück näher. Auf der Aussichtsplattform in einer Höhe von ca. 160m hatten die Jugendlichen nicht nur einen imposanten Blick auf das gesamte Kraftwerksgelände, sondern auch auf ihre Heimat. Die Mitarbeiterin der Kraftwerksleitung für Öffentlichkeitsarbeit, Frau Isa Töpfer sowie Herr Jan Molenda, Schichtleiter, standen als LEAG- Begleitteam den jungen Menschen für Fragen stets zur Verfügung und vertieften weiterführend die bereits zahlreich gewonnenen Eindrücke der Schüler.

Der einstimmig beeindruckendste Ort im Kraftwerk, befindet sich am Fuß des Kühlturmes. Hier kondensiert der aus dem Kraftwerk kommende Dampf, regnet am Fuß des Turmes ab, was einem Wasserfall gleichkommt und wird von da aus gesammelt, dem Produktionsprozess wieder zugeführt.

So etwas habe ich noch nie gesehen, berichtete ein Schüler dem Praxisberater.“

Momente wie diese, machen nach Meinung des Praxisberaters der Freien Schule Boxberg/O.L. (Herr Roschig, FAW gGmbH), eine frühzeitliche Orientierung der Jugendlichen aus. Einblicke geben, Erlebnisse schaffen und im besten Fall bereits frühzeitig sicherstellen, dass der sogenannte „Klebeeffekt“ (Jugendliche entwickeln zeitnah Interesse für ein Unternehmen und versuchen, beispielsweise durch einen Ausbildungsplatz, sich an das Unternehmen dauerhaft zu binden.) eintritt. Aus Sicht des Lehrerteams, des Praxisberaters sowie der Schüler, zeigte sich die Betriebserkundung ausgesprochen praxisorientiert und erlebbar aufgebaut. Großer Dank gilt dafür allen Verantwortlichen sowie Durchführenden.

M. Roschig

(Praxisberater Freie Schule Boxberg/O.L.)

 

 

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