„Grenzüberschreitende Bildung im grünen Klassenzimmer für eine bessere Zukunft“

DAS Projekt der Freien Schule Boxberg/O.L.
im Zeitraum der nächsten 2 Schuljahre

Mit großer Freude vernahmen wir in den vergangenen Sommerferien, dass der Antrag für die themengebundene Zusammenarbeit der Freien Schule Boxberg/O.L. und dem polnischen Gymnasium in Mysłakowice, Kreis Jelena Góra, mit großer Wahrscheinlichkeit für die Zeit von September 2016 bis Juli 2018 genehmigt worden war.
Doch nun musste die eigentliche organisatorische Arbeit der Vorbereitung aller Maßnahmen beginnen. Sehr viele Überlegungen, Diskussionen und Schritte waren erforderlich, um die anspruchsvollen Ideen, Ziele und Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start des Projektes in der relativ kurzen Zeit in die Tat umsetzen zu können.
Es ist gelungen!
Im September eröffneten dank unserer polnischkundigen Lehrer an der Freien Schule die Sprachworkshops das Geschehen.
Seit Oktober „laufen“ ebenfalls die einzelnen Module, die in ihrer Arbeit dem Thema des Projektes gerecht werden müssen und die nachhaltiges Begreifen und Erlernen vieler Zusammenhänge bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern zur Folgen haben sollen.

 
Im Programm des Konzeptes heißt es dazu:

„Es wurde ein gemeinsames Projektteam berufen, es besteht aus: auf der polnischen Seite- der Schulleiterin der Zespół Szkół z Oddziałami Integracyjnymi w Łomnicy, dem Deutschlehrer- als Übersetzer und Spezialist im Bereich des Fremdsprachenunterrichts;
auf deutscher Seite – der stellv. Schulleiterin der Freien Schule in Boxberg und dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden des Trägervereins.
 
Während des Projekts werden die Partner aus beiden Ländern gleichermaßen in der Organisation und Durchführung der Projektaktivitäten beteiligt sein. Die Projektaufgaben werden in gleicher Anzahl auf beiden Seiten der Grenze durchgeführt. Genaue Termine der Treffen werden laufend vom Projektkoordinator mit den Schulleitungen beider Schulen, persönlich, per Telefon oder per E-Mailfestgelegt.
Nach jedem zweitägigen Treffen wird die Auswertung unter deutschen und polnischen Kindern gemacht, die dann das Projektteam analysiert und die Schlussfolgerungen trifft.
Das Endergebnis der zyklischen ökologischen Workshops, die parallel in beiden Schulen stattfinden, werden zweitägige Treffen und fünftägige Sommercamps sein. In diesen werden die Schüler ihr Wissen präsentieren und sich während der Projekte und Sportspiele integrieren.
Infolge der durchgeführten Ausflüge in den Fördergebieten erlernen sie praktische Methoden des Umweltschutzes kennen. Die Leiter der ganzjährigen Sprach- und Ökoworkshops einigen sich mit dem Projektkoordinator und dem Projektteam über die genaue Reihe von Themen und Ebenen der pädagogischen Anforderungen.

Jeder Partner wird die Projektaktivitäten auf seiner Seite finanzieren.“
 
Inhalt des Projektes:
Verbesserung sprachlicher Kommunikation zwischen den Schülern, Abbau von Sprachbarrieren,
Verbesserung der Arbeitsqualität in beiden Schulen durch Steigerung der Attraktivität und Vielfalt der durchgeführten Aktivitäten,
Einstellung von Spezialisten,
Effektivere Vorbereitung der Schüler auf die bevorstehenden Herausforderungen sowohl im Bezug auf ihre persönliche Weiterbildung als auch auf die künftige Ausbildung und Arbeit durch
die Erhöhung ihrer Kreativität und den Erwerb zwischenmenschlicher Kommunikationsfähigkeiten. Kompetenzen, die unseren Schülern weiterhelfen sollen:
Gruppenarbeit, Aufgabenverteilung und Evaluation.
Der Abbau von kulturellen Barrieren durch das Zusammensein der Kinder und Jugendlichen,
Informationsaustausch über Musik, Kunst, Kultur beider Regionen,
landeskundliche Ausflüge, die die Natur -und Kulturressourcen beider Gemeinden präsentieren,
das Erwecken des Gefühls der Angehörigkeit und Möglichkeit, die Region zu beeinflussen bei polnischen u. deutschen Jugendlichen,
der Erwerb von umweltbewussten Verhaltensweisen,
z. Bsp.: welchen Einfluss der Mensch auf die Umwelt hat, welche positiven u. negativen Auswirkungen seine Aktivität verursachen kann.
Der Erwerb von sozialen Verhaltensweisen, das Selbstkennenlernen,
Nutzen des Statements ,,Ich” in Kontakten mit anderen, das Bewusstmachen, welche Rolle unsere Mimik, Gestik und Körperhaltung in Beziehungen mit anderen spielt.
 
Auf diese Weise wird die Zusammenarbeit, um die Hindernisse für die Entwicklung im polnisch-sächsischen Grenzgebiet zu überwinden, vertieft.
Ziele des Projekts sind komplementär zu den einzelnen Zielen wie die Erhöhung der Attraktivität des Fördergebiets durch den bewussten Einsatz des kulturellen und natürlichen Erbes und die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Institutionen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens für die Entwicklung der Grenzregion verbunden.
 
Im Rahmen des Projekts werden auf beiden Seiten der Grenze Workshops für ca. 80 Schüler durchgeführt:
1) Sprach- Workshop (in Polen Deutsch, in Deutschland Polnisch)
2) ökologisch – soziale Workshops:
in Gruppen von ca.10 Personen, jeder Schüler realisiert zweimal 4 Module:
1. „Umweltschutz“, einschließlich erneuerbarer Energiequellen, die Rekultivierung des durch menschliche Aktivitäten zerstörten Gebietes, basierend auf konkreten Beispielen im Fördergebiet ,
die aktuelle Pflege der Umwelt
2. „Bio Küche für Gesundheit und Schönheit „, einschließlich der Vorschriften richtiger Ernährung u. Ökorationalität, kombiniert mit praktischem Kochen
3. Grünes Labor“, Untersuchung des Inhalts von Boden, Luft und Wasser, die Herstellung umweltfreundlicher Produkte wie Seifen, Kerzen, Kosmetik
4. „Zwischenmenschliche Kommunikation, einschließlich der „Statement ,,Ich“- Training sozialer Kompetenzen, „Ich und Gruppe “
gesamt realisiert ein Schüler 112 Stunden in den genannten Workshops.
 
Geplant sind:
4 zweitägige Treffen: 2 bei jedem Partner und
2 fünftägige Camps, eins auf jeder Seite der Grenze,
für 80 Schüler mit folgenden Aktivitäten:
Workshops in gemischten Gruppen in den Bereichen:
Soziale – und kommunikative Kompetenz, sportliche Aktivitäten für körperliche Stärkung und
Verbesserung der Teamarbeit, Tanz – Variationen,
ökologische Workshops in Form von Bildungsreisen,
Aktivitäten im Bereich der Karriereberatung mit besonderem Schwerpunkt auf den Bedürfnissen des Grenzgebiets,
Erlernen von Grundselbstverteidigungstechniken.
Kennenlernen des gemeinsamen kulturellen Erbes der Region mit Besuchen im Miniaturenmuseum für Denkmäler in Mysłakowice,
Besuch des Erlichthofmuseums und der Gemeinde Boxberg/O.L. und v.a.
 
Durch die Umsetzung von ganzjährigen Sprachworkshops in der direkten Methode, das Vokabular zu erweitern und Gespräche zu speziellen Themen zu initiieren, lernen die Schüler die Tradition und Kultur des Nachbarn kennen, erweitern ihre Sprachkenntnisse, brechen die Barriere in diesem Bereich und erweitern ihr Wissen über natürliche und kulturelle Ressourcen des Fördergebiets PL-SN.
 
Die aufgeführten Treffen, in denen 2-stündige Workshops durchgeführt werden, ermöglichen den Schülern, neue Kompetenzen auf dem Gebiet der Kommunikation und des sozialen Verhaltens zu erwerben.
Den Schülern werden der Bedürfnisse des eigenen Körpers bewusst, es wird das Bedürfnis nach der körperlichen und geistigen Sicherheit erfüllt und dadurch steigt ihr Selbstwertgefühl.
Diese Mehrwerte beeinflussen in Zukunft Schul- und Berufseffizienz der Schüler. Die Jugendlichen integrieren sich durch gemeinsame Erfahrungen, durch Zusammenwirken und Spiel.
Dank der Workshops im Bereich der Karriereberatung werden sie sich ihrer Veranlagungen bewusst und sind künftig in der Lage, eigene Stärken bei der Berufsfindung besser zu präsentieren.
 
Wirkung des Projekts
Die Projektumsetzung wird die Abwanderung junger Menschen aus dem Grenzbereich in Zukunft verhindern, sie beeinflusst die Entwicklung des lokalen und regionalen Unternehmertums.
Verbesserte Kenntnis der Probleme und Ressourcen des Grenzgebiets wird es ihnen erlauben, richtige Entscheidungen zu ihrer eigenen Weiterbildung bewusst zu suchen.
Horizonte erweitern, Empfindsamkeit für die Schönheit der Umgebung und die Bedürfnisse der anderen wird junge Leute auf das Leben in einer alternden Gesellschaft besser vorbereiten;
zum Nutzen beider Regionen.
Das Fördergebiet hat eine Chance, sich dynamisch dank der klugen, kreativen, empfindsamen und kommunikativen Arbeitskraft der jungen Leute zu entwickeln.
In Anbetracht dessen, dass sowohl die Gemeinde Mysłakowice als auch die Gemeinde Boxberg den Tourismus zu entwickeln beginnen, ist der Erwerb von Kompetenzen der sprachlichen und zwischenmenschlichen Kommunikation sowie das Umweltbewusstsein der Schüler ein wichtiges Element des Programms.
Die Ausweitung des Bildungsangebots beider Schulen verbessert ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Bildungsmarkt.
 
Zusammenfassend
wird das Projekt zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Schülern und Schulmitarbeitern aus den Schulen in Boxberg (DE) und Lomnica (PL) beitragen. Gemeinsame Maßnahmen ermöglichen die Mentalität beider Partner zu verstehen und kennen zu lernen, die soziokulturellen Barrieren loszuwerden.
Diese Bereicherung erhöht die Attraktivität der beiden Lehranstalten auf dem Bildungsmarkt, was zu einem größeren Zustrom von Schülern führt und der Anzahl der Arbeitplätze im Bereich der Bildung erhöht.
Unter den Schülern werden Freundschaften entstehen, basierend auf der Zusammenarbeit im Projekt, was zu einem nachhaltigen Kontakt persönlich oder per E- Mail führen wird.
Gemeinsame Umsetzung der gleichen Tätigkeiten in beiden Regionen, ohne Grenzen zu überwinden, wird bei den Kindern die globale Wahrnehmung des Gebiets und seiner Entwicklung beeinträchtigen und ihren Sinn für das Funktionieren in der Europäischen Union stärken.
 
Der primäre Mehrwert der partnerschaftlichen Projektumsetzung ist, während der gemeinsamen Aktivitäten bewusst zu machen, dass Projektteilnehmer, Kinder und Lehrer sich nicht voneinander im Bezug auf soziale, kulturelle u. moralische Bedürfnisse unterscheiden. Sie bemühen sich
die gleichen Ziele zu erreichen, nur gelegentlich mit verschiedenen Methoden und Formen.
Dies beeinflusst eine bessere, kreativere Zusammenarbeit, reicher an Ideen, um bestimmte Aktivitäten auszulösen. Ein wichtiger Vorteil der Kooperation ist die Möglichkeit eines direkten Gesprächs mit dem Partner in seiner eigenen Sprache, während der organisierten Treffen und Workshops.
Gemeinsame Workshops zur Selbstverteidigung, zu Tanz, Sport und Spiel werden die Bindung der Schüler beider Schulen stärken. Das Lösen von identischen Problemen in polnisch – deutschen Gruppen verursacht, dass die Jugendlichen das Grenzgebiet als ein Ganzes betrachten.

Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen in Boxberg (DE) und Lomnica (PL) wird nach dem Abschluss des Projekts auch weiterhin fortgesetzt. Wir planen eintägige Treffen, während derer gemeinsame Workshops und Ausflüge in Regionen durchgeführt werden sollen.
 
zusammengestellt: K. Wójcicki
26.10.2016

 
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