Schulkonzept

 

1. Einführung
2.1 Sozial- und Sachkompetenz
2.2 Vorbereitete Umgebung
2.3 Lernen
2.4 Individuelle Förderung
3. Ziel
4. Die Schule und unsere Gemeinde
5.1 Stundentafel
5.2 Schulalltag
5.3 Schultraditionen
5.4 Berufsorientierung
5.5 Schulgebäude und Ausstattung
6. Der Unterricht
7. Lernformen
8. Bewerten und Einschätzungen
9. Pädagogen
10. Elternarbeit
11. Aufnahmebedingungen
12. Hausordnung
13. Auftreten in der Öffentlichkeit

 

 

 

1.Einführung

„Erzähle mir und ich vergesse,
zeige mir und ich erinnere,
lass es mich tun und ich verstehe.“

Dieser Ausspruch von Konfuzius ist einer unserer Leitgedanken für die pädagogische Arbeit mit den Kindern. Unsere Konzeption orientiert sich an unterschiedlichen reformpädagogischen Ansätzen (insbesondere von den Jenaplanschulen, aber auch Gedanken von Montessori und Waldorf).

Jedes Kind soll in seiner Einzigartigkeit angenommen und nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten gefördert werden. Das Konzept wurde von Eltern erstellt.

Es soll keine starre Vorlage sein, sondern den Lehrkräften die nötige Freiheit zur kreativen Gestaltung bieten. Das Konzept wird regelmäßig überarbeitet, korrigiert und verbessert, wobei ein wesentlicher Beitrag von den Pädagogen der Schule Boxberg geleistet wird.

2.1 Sozial- und Sachkompetenz

Das Erlernen von Sozial- und Sachkompetenz spielt eine sehr große Rolle im Schulalltag.

Das soziale Verhalten gegenüber Lehrern, Schülern und Schulgästen ist uns sehr wichtig. Unsere Kinder sollen an Normen herangeführt werden und Grenzen und Regeln kennen und akzeptieren lernen.

Dazu soll die Ausprägung individueller Fähigkeiten, das Zusammenwirken in der Gruppe und der Erwerb von fachlichem Wissen gleichermaßen Beachtung finden. Das Schulklima ist durch ein Gefühl der Zugehörigkeit, Anerkennung, Erfolgszuversicht und Nähe geprägt.

2.2 Vorbereitete Umgebung
Ansprechende Räume, die durch Farb- und Formgebung frei gestaltet werden können und die keinerlei inneren Druck auf die Kinder ausüben, sind wichtige Voraussetzungen. Sie müssen entsprechenden Bewegungsfreiraum besitzen, aber auch die Möglichkeit der Isolierung bieten. Ruheecken mit bequemen Sesseln oder Kissen zum Entspannen und eine auflockernde Gestaltung mit Grünpflanzen oder Raumteilern machen das Klassenzimmer zu einem angenehmen Lernort, ähnlich einer wohnlichen Umgebung.

Offene Regale mit dem benötigten Unterrichtsmaterial, den Fachbüchern und eigenen Schulutensilien sind für die Kinder jederzeit frei zugängig.

2.3 Lernen
Die einzig richtige Lernform kann es nicht geben. Ein traditioneller, eng auf das Fach bezogener Unterricht kann ebenso sinnvoll sein, wie das Lernen in Freiarbeit, Projekten sowie Wochenplanarbeit. Allerdings haben an unserer Schule Arbeitsmethoden Vorrang, die das selbstbestimmte und selbständige Arbeiten an einem Problem und das gemeinsame Suchen nach Lösungen fördern.

An außerschulischen Lernorten sammeln die Kinder Erfahrungen. Hier haben Ausstellungsbesuche, Naturbeobachtungen, die Erkundung von Arbeitsbereichen und des Schulumfeldes ihren Platz.

2.4 Individuelle Förderung
Jedes Kind bekommt die Chance, gefördert und gefordert zu werden und seine persönlichen Qualitäten auszubauen. Wir verstehen die Unterschiede zwischen den Schülern als etwas Positives, woran wir anknüpfen und aufbauen. Die individuelle Förderung zielt auf fachliche Kompetenzen, auf die Beherrschung des Lesens, des Schreibens und des Rechnens, sowie auf soziale Kompetenzen insbesondere des mündlichen Sprachgebrauches. Das individuelle Lernprofil erstellen die Klassenleiter mit den Schülern und deren Eltern im ersten Turnusgespräch. Die Wochenpläne mit unterschiedlichem Aufgabenniveau und weitere Lernaktivitäten richten sich nach den festgelegten Prioritäten. Dadurch wird jeder Schüler über seine Lernfortschritte rechenschaftsfähig.

Zum Förderunterricht der Klassen 5 bis 7 werden Lesen, Schreiben, Englisch, Mathematik, sowie sportliche Betätigung und für besonders leistungsbereite Schüler Mathematik und Deutsch Leistungskurs sowie Polnisch als zweite Fremdsprache angeboten. Die Hausaufgabenzeit und das Projekt „Schüler helfen Schülern” ergänzen die individuellen Lernangebote ebenso wie die persönlich zu vereinbarende Lernnachhilfe durch die Fachlehrer der Schule. Durch die geringe Klassenstärke ist zudem ein effektiv wirksamer Unterricht möglich.

3. Ziel
Ziel der „Freien Schule Boxberg” ist es, vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder zu stärken und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Sie erleben eine interessante und erfolgreiche Schulzeit mit Freude am Wissenserwerb und werden optimal auf den Einstieg in die Berufswelt und das zukünftige Leben vorbereitet.

4. Die Schule und unsere Gemeinde
Unsere Kinder sind die Zukunft der Region. Deshalb arbeitet unsere Schule mit der Grundschule, der Gemeinde, ansässigen Betrieben und Vereinen zusammen. Wir beziehen unsere Umgebung in den Unterricht ein und gestalten das Gemeindeleben aktiv mit. Die Schüler lernen die wirtschaftlichen und touristischen Potentiale der Großgemeinde Boxberg/O.L. durch Exkursionen, Praktika und in Projekten kennen.

5.1. Stundentafel
Die Freie Schule Boxberg/O.L. unterrichtet nach der Pflichtstundentafel für Mittelschulen im Freistaat Sachsen.

5.2 Schulalltag
Unsere Schule ist eine Ganztagsschule, in der die Kinder an 5 Wochentagen von 7.15 Uhr bis 16.00 Uhr betreut werden. Eine Unterrichtseinheit beträgt in den meisten Fällen 90 Minuten (Blockunterricht). Die Pausenzeiten sind zum Frühstück und Mittagessen ausreichend lang und können im Freien oder geeigneten Räumen verbracht werden. Zum Wochenbeginn findet in jeder Klasse ein Morgenkreis statt.

5.3. Schultraditionen
Die Freie Schule Boxberg/O.L. fördert das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl mit Traditionen, zu deren Gestaltung Eltern, Schüler und Lehrkräfte zusammenwirken:
-vielfältige Sportwettkämpfe (Triathlon, Sponsorenlauf)
-Lesenacht
-Weihnachtsgala
-Schulfasching
-Schulensemble-Jahresprojekt mit Aufführung im Theater im Ohr
-Aktivitätenwoche
-Präventionstage
-Frühjahrs- und Herbstputz

5.4 Berufsorientierung
Die Freie Schule Boxberg/ O.L. arbeitet nach einem eigenen Berufsorientierungskonzept.
Ab Klasse 7 ist jeder Schüler beauftragt, seine Berufsorientierung zu planen und zu dokumentieren.
Verschiedene Etappen sind dabei bis zur Klasse 10 zu absolvieren, wie z.B.: Berufsfelderkundungstage, Praktika in ansässigen Unternehmen und die Erstellung einer Komplexarbeit.
Der Berufswahlpass wird in KL.8 angeleitet eingeführt.
Die Freie Schule Boxberg/O.L. kooperiert mit der Arbeitsagentur und weiteren regionalen Anbietern für Berufsorientierung.

5.5. Schulgebäude und Ausstattung
Das Schulgebäude befindet sich zentral im Ortskern der Gemeinde Boxberg/O.L. in einer verkehrsberuhigten Zone.

Die Schule ist ausgestattet mit:
– einem Klassenraum für jede Klasse mit multimedialen Systemen
– verschiedenen Fachräume (Informatik, Physik, Biologie, Chemie, Kunst, Musik, Technik,       Hauswirtschaft)
– Sporthalle mit modernisierter Außenanlage
– Schülerclub
– Schulbibliothek
– Schulaula für Veranstaltungen
– Musikraum
– Schulbibliothek

6. Der Unterricht
Der Unterricht richtet sich nach dem sächsischen Lehrplan. Er ist zielorientiert, fachübergreifend, anschaulich, methodenvielfältig und schülerbezogen. Vielfältige Unterrichtsmethoden und Lernformen bestimmen den Schulalltag.

Folgende Lernformen werden angeboten:
– Freiarbeit
– Projekte
– Gruppenarbeit
– Frontalunterricht
– Stationsarbeit
– Exkursionen
– Praktika
– Präventionstage
– Fächerverbindender Unterricht
– Expertenbesuche an der Schule
– Berufsorientierung

7. Lernformen
7.1 Freiarbeit
7.2 Projekte
7.3 Frontalunterricht
7.4 Werkstattunterricht
7.5 Außerschulische Lernorte
7.6 Praktika
7.7 Expertenbesuche an der Schule

8. Bewertungen und Einschätzungen
Alle Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens der Lernanforderungen beurteilt. Dabei ist von den unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler auszugehen. Individuelle Lernfortschritte der Schüler sowie ihre Leistungsbereitschaft finden ihre Berücksichtigung. Die Zensierung erfolgt in einer Notenskala von eins bis sechs. Darüber hinaus findet die Verwaltungsvorschrift der Sächsischen Bildungsagentur zu Bewertung und Zensierung seine Anwendung.
Zum Halbjahr und am Ende des Schuljahres werden Informationsberichte an die Schüler ausgehändigt, welche über den aktuellen Leistungsstand informieren. Dazu gehören zum einen ein Notenspiegel und zum anderen eine verbale Lerneinschätzung.
Sowohl die Hauptschul- als auch die Realschulabschlussprüfung werden in unserem Hause nach der Prüfungsordnung für Mittelschulen in Freistaat Sachsen abgelegt.

9. Pädagogen
Zum Lehrpersonal gehören staatlich examinierte Lehrkräfte, sowie pädagogische Fachkräfte.Die Lehrer sind erster Ansprechpartner für Eltern und Schüler. Sie können jederzeit Rechenschaft über ihre Tätigkeit ablegen. Eine enge zielorientierte Zusammenarbeit zwischen Pädagogen, Eltern und Schülern ist Grundvoraussetzung an unserer Schule.

10. Elternarbeit
Das Engagement der Eltern ist ausdrücklich erwünscht. Sie sind notwendiger Bestandteil von Schule, sie sind Partner und Berater, sie nehmen Einfluss und bestimmen teilweise die Geschehnisse an der Schule mit.

Notwendige Aktivitäten sind dabei u.a. in folgenden Bereichen erforderlich:
– Teilnahme und Vorbereitung öffentlicher Veranstaltungen,
– Öffentlichkeitsarbeit,
– Mitgestaltung von Festen, Klassenfahrten und Exkursionen,
– Gebäude- und Rauminstandhaltung
– Die Eltern besitzen die Bereitschaft, unser Konzept inhaltlich mitzutragen und praktisch umzusetzen

11. Aufnahmebedingungen
Unsere Schule steht grundsätzlich Menschen aller Weltanschauungen, Religionen und Meinungen offen. Kinder, welche die Voraussetzungen für den Besuch einer Mittelschule im Freistaat Sachsen erfüllen, können für eine Beschulung aufgenommen werden.

Vorrangige erfolgt die Aufnahme von Kindern, die im Gebiet der Gemeinde Boxberg/O.L. wohnen, Geschwisterkindern von bereits beschulten Kindern. Die Entscheidung über die Aufnahme trifft der Trägerverein. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.

12. Hausordnung
Die Hausordnung hängt in der Schule aus.

13. Auftreten in der Öffentlichkeit
Schulkleidung mit einheitlichem Logo wird während des Unterrichts und zu allen Schulveranstaltungen getragen. Die Schule präsentiert sich jährlich zum Tag der offenen Tür und mit einem eigenen Internetauftritt auf www.fs-boxberg.de.