Apr 282017
 

Am 21.03.2017 war die Klasse 9 auf dem großen Berg am Findlingspark verabredet, um
von 20:00 bis 21:00 Uhr einen nächtlichen Unterricht zu erleben. So brauchten wir mal nicht nur im täglichen Unterricht gegen den Schlaf zu kämpfen, sondern konnten dieses Unterfangen live zur nachtschlafenden Stunde ausprobieren.
Das Thema war „Der nächtliche Sternenhimmel – eine Begegnung mit der Unendlichkeit“.

Den Weg dorthin bestritten wir Schüler entweder mit dem Schulleiter als Privatchauffeur, dem Moped oder per Fahrrad in Kleingruppen. Unsere Aufgabe bestand darin, für diesem Abend einen Fragebogen auszufüllen und eine für jeden Schüler ausgesuchte Spezialaufgabe aus der Theorie und Praxis bearbeitet zu haben.

Lage von Betelgeuse. © 2003 Torsten Bronger, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26642

 

 

Welche Sterne und Planeten zu sehen sein werden, hatten wir Schüler zuvor bereits im Internet recherchiert. Durch die große Lichtverschmutzung und den Hochnebel am Horizont ist es uns nicht leicht gefallen, die Sternbilder oder in diesem Zeitfenster gar noch Planeten zu entdecken. Aber der Größte der mit bloßem Auge sichtbaren Sterne – Betelgeuse – leuchtete als Roter Riese im Orion, einige gut sehende Schüler erkannten nach erfolgreicher Suche per Sternenkarte die Nachbargalaxie Andromeda.

 

Andromeda mit bloßem Auge. Von Keimzelle – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53668184

Sirius als hellster Stern war es, der den Sternenhimmel eröffnete und Polaris gab ab 20:30 Uhr optimale Orientierung. Wegen der klaren Neumondnacht waren die zirkumpolaren Sternbilder sowie die Milchstraße in einer Höhe von ungefähr 60 bis 90° super zu sehen. Über dem Kraftwerk im Süden konnten wir u.a. die Sternbilder Löwe und Zwillinge leicht beeinträchtigt sehen. Die 15°, die sich die Erde unter der Sternkonstellation in einer Stunde weiterdreht, ließen sich mit einfachen geometrischen Mitteln, nämlich einem Winkelmesser und Stativstäben, klar erkennen
Der Höhepunkt des Abends war die Sichtung der ISS.

 

Wir konnten alle staunen, wie sie lt. Recherche über Sardinien, Rom und die Adria vorüberzog, um nach ca. 3 min. über Belgrad – für uns aber über dem Kraftwerk Boxberg – in den Erdschatten einzutreten.

Der Abend war für alle Schüler sehr lehr- aber auch abwechslungsreich und ein schönes Erlebnis.

Die Schulreporter